Was ist Psychotherapie?

In einer psychotherapeutischen Behandlung geht es darum, seelische Störungen oder körperliche Erkrankungen mit psychischen Begleiterscheinungen zu behandeln.

In der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie steht das aktuelle Problem und seine Bewältigung im Vordergrund. Gleichzeitig werden die aktuellen Problemsituationen als „Bühne“ verstanden, auf der sich ungelöste innere Konflikte abbilden. Es geht darum,  die innerpsychischen Konflikte, die das gegenwärtige Leben und die Bewältigung aktuell belastender Lebenssituationen beeinträchtigen, zu verstehen und zu bewältigen. Ich möchte Sie darin unterstützen, Zusammenhänge zwischen ihrer Lebensgeschichte und Ihrem derzeitigen Problem zu erkennen. Bei dieser Arbeit des Verstehens werden Bedeutungen der Symptome klarer. Ein gelungener  Klärungsprozess führt zu mehr Selbstakzeptanz, mehr eigenem Zutrauen, und damit zu aktiveren Bewältigungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht dann das Wiederfinden der eigenen Kräfte, die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Arbeit an einer verbesserten Selbstregulation mit der Ermöglichung von Selbstwirksamkeit und Autonomie. Die Wirksamkeit der Psychotherapie wird sowohl sichtbar an  der Veränderung der Symptomatik oder einer Verringerung der seelischen Belastung, aber auch an einer neuen Sichtweise auf die Probleme, einer veränderten inneren Haltung zu sich selbst und einem anderen Umgang mit den eigenen Erfahrungen.  

Psychogene Erkrankungen  manifestieren sich in der seelischen Symptomatik: in Ängsten, Depressionen oder  psychogen bedingten körperlichen Störungen. Sie zeigen sich auch in gestörten Beziehungen, in denen man sich unglücklich und zunehmend unbeweglich fühlt. Während gesunde Menschen Spannungen und Konflikte in Beziehungen immer wieder ausgleichen, indem sie ihre Gefühle angemessen ausdrücken können, flexibel unrealistische Erwartungen zurücknehmen oder eigene Interessen wirksam zum Ausdruck bringen und durchsetzen können oder zu Kompromissen in der Lage sind, sind die Konfliktbewältigungsfähigkeiten bei psychogenen Erkrankungen eingeschränkt. So können schmerzhafte Kindheitserlebnisse und die Häufung von Selbstwert schwächenden Situationen, mangelnde empathische Begleitung von Entwicklungsschritten es dem Patienten erschweren, befriedigende Beziehungen einzugehen oder befriedigend zu gestalten. Es entwickelt sich eine hohe Verletzlichkeit und erhöhtes Risiko, das innere Gleichgewicht zu verlieren.

In der Psychotherapie geht es darum, selbstschädigende Verhaltensmuster zu erkennen und gemeinsam alternative Bewältigungsformen der Beziehungsgestaltung mit anderen Menschen und mit sich selbst zu entwickeln. Psychotherapie ist ein geschützter Raum, in dem Schwierigkeiten besser als bisher verstanden werden können und gemeinsam neue Lösungen gesucht werden. Gemeinsam in der Therapie werden Ziele erarbeitet bezogen  auf die inneren Konflikte, die aktuellen Beziehungsschwierigkeiten und die damit verbundenen Wünsche und Ängste. Dabei geht es nicht nur um die emotionale Wahrnehmung und das Verstehen, wie die bisherigen Lebenserfahrungen das eigene Verhalten, Erleben und das Selbstbild beeinflusst haben, sondern auch um die Weiterentwicklung der eigenen Bewältigungsfähigkeit belastender Situationen. Die Psychotherapie ist dabei ein unterstützender Rahmen, um sich selbst und andere besser wahrzunehmen, die Fähigkeit zu entwickeln, eigene Gefühle zu erkennen und ernst zu nehmen - was schmerzhaft und belastend sein kann - , aber damit auch eine Bearbeitung ermöglicht.

 

 

 

 

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